Kategorie-Archiv: Satire Text kurz

Die Welt verständlich und richtig zu erklären ist uns ein Anliegen.
Manchmal dreht sich die Welt aber schneller, als wir ein Kamerateam und einen Schnittplatz bekommen können. Darum kommt hier der geschriebene Text zum Einsatz.

Denn am Anfang war das Wort. Und das Wort war gut.

Peinlich? Sei stolz drauf!

Eigentlich war es eine Idee des Postillon, eine Auszeichnung für Delegationsgewinner einzuführen. Der HSV verstand aber die Ironie offenbar nicht so ganz und bot via Facebook prompt das Fanshirt „Relegationstitelverteidiger“ an. Ich echt jetzt. Kein Spaß!HSV

Nun könnte man sagen: Peinlicher geht es echt nicht mehr. Zweimal mit Dusel in der Liga geblieben und daraus auch noch Kapital schlagen müssen. Man kann aber auch sagen: Geile Idee, wenn man schon nix drauf hat, sollte man wenigstens damit angeben.  Kein Wunder eigentlich, dass mittlerweile viele weitere Fan-Shirts angeboten werden. Hier eine kleine Auswahl: Zum Fanshirt Deutsche Bank

 

Keine Sau braucht die FDP!

Keine SauMit diesem originellen Plakat hat die brandenburgische FDP den Wahlkampf in Brandenburg noch einmal spannend gemacht. Weder Presse noch Bürgerinnen und Bürger bekamen in den vergangenen Tagen eine Antwort auf die Frage, was diese Kampagne soll. Die Liberalen erklärten lediglich augenzwinkernd, dass sie am Donnerstag, den 7. August 2014, die Auflösung präsentieren würden. So steigerten sie die Spannung, bis es kaum mehr auszuhalten war. Spekulationen schossen ins Kraut. Die meisten waren der Ansicht, die FDP würde sich für folgende Auflösung entscheiden. Weiterlesen

Separatisten aller Länder!

Der Separatist an sich hat in letzter Zeit rein imagemäßig schwer gelitten. Vor allem, seit in der Ukraine Männer mit Knarren herum laufen und sich Wladimir Putins Russland anschließen wollen. Die meisten von uns Deutschen finden das schlimm. Dabei hat die Idee des Separatismus einiges für sich.

Was will der Separatist? Er will für sich sein, separat. Nur zusammen mit seinen separatistischen Kollegen. Und nicht zusammen mit unseren freiheitlichen Freunden, nicht mit unseren feministischen Freundinnen und auf gar keinen Fall zusammen mit unseren schwulen Kumpels. Der Gedanke ist vielleicht befremdlich, aber seien wir ehrlich– die Menschen sind unterschiedlich. So ist die Welt.

Interessant wird die Sache dadurch, dass der Separatismus eine globale Dimension hat. Separatisten gibt es überall. In Italien wollten venezianische Separatisten kürzlich den Markusplatz mit einem beeindruckenden, selbst gebauten Panzer besetzen. (Kein Scherz! Hier der Link: http://is.gd/95zujE)  Die Schotten planen eine Volksabstimmung über die Zugehörigkeit zu Großbritannien und Bayern stänkert seit Jahrzehnten gegen den Länderfinanzausgleich. Der amerikanische Ex-Präsidentschaftskandidat Pat Buchanan unterstützt neuerdings den russischen Präsidenten Putin, speziell, wenn es darum geht, altertümliche Familienmodelle zu promoten und sich von Homosexuellen und anderen Freiheitsfreunden zu separieren. Egal wie schräg die persönliche Motivation der Akteure hier ist – wir sollten gemeinsam eine pragmatische Lösung finden.

Russland ist riesig. Und es müsste doch mit dem Teufel zu gehen, wenn sich nicht irgendwo in den endlosen Weiten Russlands ein Plätzchen finden würde, wo Separatisten sich versammeln und gemeinsam ihren Hobbies nachgehen könnten. Separatisten aller Länder – Vereinigt euch! Putin spendiert das Grundstück, Pat Buchanan zahlt die Ausstattung. Die Venezianer machen Showvorführungen mit ihrem Panzer mit und die Schotten stellen die Röcke, in denen sie sich gegenseitig Schwulenwitze erzählen. Und der Rest der Welt hat seine Ruhe. Das kann doch nicht so schwer sein. UNO, hallo?

Spannende Sondierung

Immer das Gleiche. Die Spieler verlassen das Feld und am Rand stehen bereits die Reporter, halten ihnen Mikros ins Gesicht und fragen, wie sie das Ganze empfunden haben. Dabei wissen beide Seiten, dass bei diesen Statements am Spielfeldrand nie was Vernünftiges rauskommt. Und dennoch stehen die Reporter wieder vor dem Gebäude der parlamentarischen Gesellschaft und warten auf Generalsekretäre, die dann von der offenen und sehr sachlichen Atmosphäre schwärmen. Um das Ganze ein wenig spannender zu machen, bieten Doyé und Wiemers die Sondierungsbingokarte. Einfach ausdrucken, Phoenix einschalten und los geht’s:

Sondierungsbingo

Demokraten können nicht bauen

Seit Jahren plagen wir uns mit der Frage herum: Warum können wir Deutschen einfach keine großen  Bauprojekte mehr abschließen? Stuttgart21, Elbphilharmonie und selbstverständlich der Flughafen in Berlin: Nix klappt! Zum Glück haben wir den Hartmut Mehdorn. Mehdorn

Der hat mal ganz angestrengt über diese Frage nachgedacht und dabei was Interessantes herausgefunden: „Keine Autobahn, keine Schienentrasse, kein Flughafen ohne Widerstand. Wir zahlen einen Aufpreis für Demokratie“. So simpel ist es. Dass wir da nicht selbst drauf gekommen sind. Wo ein kurzer Blick in die Baugeschichte doch zeigt: Der Mann hat Recht.

1. Großprojekt, das eine Demokratie nie auf die Reihe bekommen hätte

 

1. Großprojekt, das eine Demokratie nie auf die Reihe bekommen hätte

sphinx pyramideDie Pyramiden! Mal im Ernst! Hätte vor Baubeginn erst noch ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden müssen oder wäre zunächst noch geklärt worden, ob eine seltene Skorpionart vielleicht an dieser Stelle ihre Eier vergräbt, der Pharao wäre wohl im Urnengrab auf dem Westfriedhof gelandet. Und es gibt weitere Beispiele.

2. Großprojekt, das eine Demokratie nie auf die Reihe bekommen hätte

2. Großprojekt, das eine Demokratie nie auf die Reihe bekommen hätte

Vatikan-XIrgendwie typisch, dass es mit diesem Herrn Luther mal wieder ein Deutscher war, der Einspruch gegen dieses beeindruckende Bauprojekt einlegte. Zum Glück ließ der Papst damals nur eine Form der Bürgerbeteiligung zu: Die finanzielle! Wenn man im Gegenzug zu einer kleinen Spende für den BER die eine oder andere Steuersünde erlassen bekäme, der Flughafen wäre längst fertig.

3. Großprojekt, das eine Demokratie nie auf die Reihe bekommen hätte

3. Großprojekt, das eine Demokratie nie auf die Reihe bekommen hätte

topTeaser_20-000-schulkinder-in-nordkorea-ehren-die-statuen-der-fuhrer-kim-il-sung-and-kim-jong-il-in-pjongjang.-foto-kcna-Auch große Kunstprojekte wie diese beiden hübschen Statuen hätten eine Diskussion im Kulturausschuss der BVV-Friedrichshain-Kreuzberg wohl kaum überstanden, da offensichtlich keine Quotierung geplant war. Und wenn Sie immer noch nicht überzeugt sind, dass Mehdorn Recht hat:

Endgültiger Beweis dafür, dass Demokratien Großprojekte versauen

1. Vorschlag für preisgünstigere Treffen mit US-Präsidenten

Zusammenlegung jetzt

G8-, G20-, Nato-, Klima- und Werweißwasnochgipfel: Unsere Staatschefs treffen sich ja regelmäßig und immer müssen diese unglaublichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Es würde die Situation erheblich vereinfachen, wenn man die verschiedenen Gipfel bündelt. Ein Szenario, das wir in einem Film bereits einmal angeregt haben:

Aber wenn ein einzelner Großgipfel zu wenig schöne Bilder produziert, dann könnte man das Verursacherprinzip anwenden.

4 Vorschläge für preisgünstigere Treffen mit US-Präsidenten

Es werden Innenstädte gesperrt, Gullys zugeschweißt, Menschen dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen und die Sicherheitsmaßnahmen verschlingen Millionen und Abermillionen. Seien wir ehrlich, ein Treffen von Staatschefs mit dem amerikanischen Präsidenten mag dann und wann notwendig sein, die Begleiterscheinungen sind aber immer lästig! Muss das so sein?

5 Vorschläge 1cut Nein, muss es nicht: Internationale Gipfelexperten haben jetzt vier Vorschläge entwickelt, die Treffen unserer Staatschefs mit dem US-Präsidenten so zu gestalten, dass sie für die Bevölkerung keine Nachteile mit sich bringen und viel weniger kosten.

2. Vorschlag für preisgünstigere Treffen mit US-Präsidenten

Verursacherprinzip

Seien wir ehrlich, Gipfel ohne den amerikanischen Präsidenten sind nur halb so lästig. So gesehen wäre es logisch, dass der Präsident einfach zu Hause bleibt und alle Gipfel im weißen Haus stattfinden. Denn welcher Ort hätte eine höhere Grundsicherheit als dieser.

Und sollte das Weiße Haus doch nicht sicher genug sein, gibt es

3. Vorschlag für preisgünstigere Treffen mit US-Präsidenten

Kreuzfahrtlösung

Ein sehr interessanter Vorschlag: Warum treffen sich unsere Staatenlenkerinnen und -lenker nicht einfach auf einem Flugzeugträger. Wenn man vorher nicht bekannt gibt in welchem Ozean man sich trifft, sollte die Sicherheit gut zu gewährleisten sein.

5 Vorschläge 3 cutAber der beste Tipp, den unsere Experten für preiswertere Gipfelgespräche entwickelt haben lautet: